Ein Movement. Kein neuer Feed.
Mein Privatleben
ist offline
Du wolltest nur kurz aufs Handy. Jetzt kennst du die Morgenroutine von jemandem aus Ohio.
Lass uns unsere gute Zeit zurückholen.
Nur noch ein Video.
Seit 40 Minuten.
Manchmal macht der Feed Spaß. Manchmal hört man länger nicht auf, als man wollte. Wenn das regelmäßig Schlaf, Alltag oder Beziehungen verdrängt, lohnt sich ein genauer Blick.
Wenn aus „kurz“ ein Muster wird.
Kontrollverlust, andere Dinge vernachlässigen, trotz negativer Folgen weitermachen: Die WHO beschreibt solche suchtähnlichen Anzeichen. Viel Bildschirmzeit allein ist noch keine Diagnose.
Eine vereinfachte Gewohnheitsschleife, keine Messung deines Gehirns. Wenn dein Konsum dich belastet, kannst du dich an eine Beratungsstelle oder eine ärztliche Praxis wenden.
Und wie viel Zeit steckt da drin? →Du hast Zeit.
Sie hängt nur am Handy.
Kein Mensch muss jede Minute optimieren. Aber ein bisschen weniger Feed könnte ziemlich viel Platz für etwas anderes machen.
7,6 ganze 24-Stunden-Tage.
Ein Kästchen = ein voller Tag. Rechnung: Minuten × 365 ÷ 60. Dein gewähltes Szenario, kein versprochener Effekt.
Vielleicht einfach mal wieder irgendwo sitzen. Ohne zu wissen, was alle anderen gerade machen.
Jemanden dafür im Kopf? →Kontaktliste.
Statt Followerliste.
Du weißt, was sie gestern gegessen haben. Aber weißt du auch, wie’s ihnen geht? Drei gute Gründe, mal wieder anzurufen.
01Die Person mit „Wir müssen mal“.Heute wäre mal.
Hey, wir sagen immer „bald mal“. Hast du diese Woche Zeit für einen Spaziergang?
02Dein Lieblingsmensch.Ein Gespräch ohne nebenbei.
Lass uns was essen gehen. Handys bleiben in der Tasche. Ich will wissen, wie’s dir wirklich geht.
03Du selbst.Auch ganz gute Gesellschaft.
Bin eine Runde draußen. Einfach so. Meld mich später.
Das sind Ideen für deine eigenen Kontakte. Wir lesen kein Adressbuch aus und schicken nichts für dich ab.
Und welches Handy kommt mit? →Kann telefonieren.
Reicht erstaunlich oft.
Ein Klapphandy macht das Auflegen wieder zu einer richtigen Handlung. Zum Anfangen reicht auch ein Abend mit dem Gerät, das du schon hast. Ohne Feed.
Ein Abend. Kein großes Drama.
Sag deinen Leuten, wie sie dich erreichen. Leg das Smartphone weg oder schalte mobile Daten und WLAN aus. Wichtige Anrufe bleiben möglich.
Den Alltag einmal durchdenken.
Kontakte, Tickets, Navigation, Banking und Zwei-Faktor-Anmeldung: Was brauchst du unterwegs? Bereite Alternativen vor, bevor du wechselst.
Dann darf’s klappen.
Leih dir erst ein Gerät oder schau nach einem gebrauchten. Prüfe vor dem Kauf Netzunterstützung, SIM, Anrufqualität und die Funktionen, die du wirklich brauchst.
Zusammen
weniger online.
Kein Vertrag. Kein neues Handy nötig. Einfach Menschen, die wieder mehr von ihrem eigenen Leben mitbekommen wollen.
Mein Privatleben
ist offline.
Status: lieber anrufen.
Du bist dabei. Für heute genug Website?
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Über den Austrittslink in deiner E-Mail kannst du deinen Eintrag löschen. Link abgelaufen? Fordere hier mit deiner Adresse einen neuen Link an.
Empfang gut.
Quellen auch.
Wir wollen weniger doomscrollen. Dafür müssen wir keine gruseligen Zahlen erfinden.
- WHO / HBSC · 2024 ↗
Befragungsdaten von 2022 zur problematischen Social-Media-Nutzung bei Jugendlichen. Grundlage unserer 100-Personen-Grafik. Beschreibt Anzeichen und Zusammenhänge, keine Diagnose bei einzelnen Menschen.
- Castelo et al. · PNAS Nexus, 2025 ↗
Randomisierte Studie: zwei Wochen ohne Internet auf dem Smartphone, Anrufe und SMS weiterhin möglich. Berichtet Verbesserungen bei Aufmerksamkeit und Wohlbefinden. Das untersucht eine zeitlich begrenzte Intervention — nicht den Kauf eines Klapphandys. Teilnahme und Durchhalten begrenzen die Übertragbarkeit.
- WHO Europe · Policy brief, 2025 ↗
Psychische Gesundheit und digitale Nutzung können sich gegenseitig beeinflussen. Ein Zusammenhang beweist keine einseitige Ursache. Ein Handywechsel garantiert keine bessere psychische Gesundheit.
Muss ich Instagram sofort löschen?
Du entscheidest, was dir guttut. Fang mit einer konkreten Veränderung an. Zum Beispiel: kein Feed beim Essen, ein Abend ohne Smartphone oder ein festes Zeitfenster am Computer.
Sind Smartphones grundsätzlich schlecht?
Nein. Sie können praktisch sein und Menschen verbinden. Dieses Movement ist für alle, die sich mehr Abstand wünschen. Es gibt keinen Preis fürs konsequenteste Offline-Sein.
VERBINDUNG ZUM ECHTEN LEBEN
Klappe zu.
Leben auf.
Du bist erreichbar. Aber nicht mehr für alles.
Ruf jemanden an. Geh eine Runde raus. Hier gibt’s für heute nichts mehr zu verpassen.